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Papst ernennt Sonderbeauftragten

Laut Mitteilung des Presseamtes des Heiligen Stuhls vom 11. Februar 2017 hat Papst Franziskus den polnischen Erzbischof von Warschau-Praga, Henryk Hoser SAC, zu seinem Sonderbeauftragten für Medjugorje ernannt.

Ziel ist es, mehr über die pastorale Situation in Medjugorje und die Bedürfnisse der dorthin reisenden Pilger zu erfahren, um mögliche pastorale Anregungen für die Zukunft vorzuschlagen. Laut Vatikan handle es sich vor allem um einen pastoralen Auftrag, der bis zu den kommenden Sommermonaten abgeschlossen sein soll.
 

Information des Provinzialates der Herzegowinischen Provinz der Franziskaner bezüglich der Ernennung eines Sonderbeauftragten vom Heiligen Stuhl für Medjugorje

Heute, am 11. Februar 2017, dem Gedenktag Unserer Lieben Frau in Lourdes, teilte das Presseamt des Heiligen Stuhls in einer Nachricht mit, dass Papst Franziskus den polnischen Erzbischof von Warschau-Praga, Henryk Hoser SAC, zum Sonderbeauftragten für Medjugorje ernannt hat.

Im Namen der Franziskaner der Herzegowinischen Provinz, dem die pastorale Verantwortung für die Pfarrei Medjugorje anvertraut ist, möchte ich dem Bischof von Rom, dem Heiligen Vater Papst Franziskus, für seine aufrichtige Hirtensorge und Demut, die sich durch diese Ernennung ausdrückt, danken.

Gleichzeitig heisse ich seine Exzellenz, Erzbischof Hoser, herzlich willkommen. Unsere Provinz und die Franziskaner, die Medjugorje pastoral betreuen, nehmen seine Exzellenz als Sonderbeauftragten des Heiligen Stuhles mit Ehrfurcht und Hochachtung auf. Wir versprechen unsere aufrichtige und volle Mitarbeit und unsere Gebete für eine fruchtbare und gesegnete Arbeit bei der Ausführung der ihm übertragenen Aufgabe.

Pater Miljenko Šteko, Provinzial

Quelle: www.medjugorje.hr


Beitrag im Radio Vatikan

«Ja, ich weiss, dass es Uneinigkeit gibt»
2010 hatte der damalige Papst Benedikt XVI. unter dem Dach der Glaubenskongregation eine Untersuchungskommission zu Medjugorje eingerichtet. Im Juni 2015 verriet Papst Franziskus auf dem Rückflug von einem Sarajewo-Besuch den mitreisenden Journalisten, die Kommission habe «eine schöne Arbeit» geleistet, er habe ihren Bericht erhalten und stehe «kurz davor, eine Entscheidung zu treffen».

«Es gibt zwei entscheidende Aspekte», sagt Bischof Hoser dazu. «Zum einen: Sind die Erscheinungen und die Botschaft der Muttergottes echt? Das war Gegenstand der Untersuchungen dieser Sonderkommission, die von Kardinal (Camillo) Ruini geleitet wurde. Der zweite Aspekt ist der, der mir anvertraut wurde: Da geht es darum, die seelsorgliche Betreuung zu organisieren, in Absprache und Harmonie mit der kirchlichen Hierarchie vor Ort.»

Das Wort «Harmonie» wählt der polnische Kirchenmann mit Bedacht. Denn in Medjugorje besteht schon lange eine gewisse Disharmonie zwischen den Franziskanern, die die Pfarrei und die angeblichen Seher von Anfang an betreut haben, und den Zuständigen des Bistums Mostar. «Ja, ich weiss, dass es eine solche Opposition gibt, oder sagen wir lieber: Uneinigkeit. Aber ich kann dazu im Detail noch nichts sagen, weil ich noch nie in Medjugorje war. Dadurch kann ich dort als jemand auftreten, der in diesem Konflikt neutral ist.»

Vor der «definitiven Lösung»
Hoser will mit allen ausführlich sprechen: den Leuten vom Bistum, den Franziskanern und allen, die für die Aufnahme und seelsorgliche Betreuung der vielen Pilger zuständig sind. Die angeblichen Seher erwähnt er in seiner Aufzählung übrigens nicht. Danach will er einen Bericht mit Vorschlägen verfassen und dem Papst übergeben. «Ich würde vermuten, dass mein Bericht komplementär (zum Untersuchungsbericht der anderen Kommission) sein wird und dass beide sich ergänzen werden, um das Panorama der Lage zu vervollständigen. Das kann dann hoffentlich zur endgültigen Lösung beitragen, die die Kirche vorschlagen wird.»

Wann sein Bericht oder beide Berichte veröffentlicht werden, weiss Bischof Hoser nicht. Auf die Frage, ob zu seinen Vorschlägen womöglich die Ernennung eines Apostolischen Administrators für Medjugorje gehören wird, sagt er: «Ja, das ist nicht ausgeschlossen. Denn vielleicht wird man die Struktur der Hierarchie vor Ort ergänzen müssen, damit die Initiativen besser abgestimmt und damit wirksamer sein können. Das sind Hypothesen, die ich bestätigen muss.»

Die Führung der katholischen Kirche hat sich bisher nicht dazu geäussert, ob die angeblichen Marienerscheinungen in Medjugorje als echt anerkannt werden können oder nicht. Sie ruft nicht zu Wallfahrten in den Ort auf. Andererseits liegt ihr aber am Herzen, dass die Millionen von Menschen, die nach Medjugorje reisen, dort seelsorglich betreut werden – und zwar unabhängig von der Echtheit oder Nicht-Echtheit der Erscheinungen. Schliesslich ist Medjugorje, an seiner Besucherzahl gemessen, längst einer der grössten katholischen Wallfahrtsorte.

Botschaft vom 25.03.18
Liebe Kinder!
Ich rufe euch auf, mit mir im Gebet zu sein in dieser Zeit der Gnade, wenn die Finsternis gegen das Licht kämpft. Betet, meine lieben Kinder, beichtet und beginnt ein neues Leben in Gnade. Entscheidet euch für Gott, und Er wird euch zur Heiligkeit führen, und das Kreuz wird euch ein Zeichen des Sieges und der Hoffnung sein. Seid stolz darauf, dass ihr getauft seid, und dankbar in euren Herzen, dass ihr ein Teil des Planes Gottes seid.
Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!
 
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